Obst-Info Franken
Erdbeeren und Beerenobst Nr. 4 vom 26.03.2025
Durch die warmen Tage hat sich die Vegetation stark fortentwickelt. Erdbeeren im Tunnel haben mit der Blüte begonnen. An frühen Johannisbeersorten werden erste geschlossene Blütenknospen sichtbar. Im Vergleich zum Vorjahr sind wir in der Entwicklung etwa 10 Tage zurück.
Ab morgen wird das Wetter wieder sonniger und die Temperaturen steigen am Freitag auf Werte bis 17 °C. Am Samstag wird es mit 13 C allerdings bereits wieder kühler. Zu Beginn der nächsten Woche liegen die Höchsttemperaturen dann nur noch bei 12 °C. Ab Samstag steigt auch die Niederschlagswahrscheinlichkeit. Allerdings sind aktuell nur sehr geringe Regenmengen gemeldet.
Erdbeeren (Tunnel)
Kenja (1,2 l/ha).
Weitere fungizide Behandlungen richten sich im Tunnel schwerpunktmäßig gegen den Erdbeermehltau.
Durch eine Behandlung mit Switch wird hier auch eine Zusatzwirkung erzielt. Die weiteren Behandlungen
können folgendermaßen aussehen:
• Vollblüte: Switch (1 kg/ha) + Flint (0,3 kg/ha)
• Ab Blühende / Fruchtbildung: Topas (0,5 l / ha – WZ: 3 Tage)
Ab jetzt auch auf ausreichende Nährstoffversorgung der Pflanzen achten. Fertigationsgaben von 4-5 kg N/ha und Woche können hier sinnvoll sein. Hierfür kann Kalksalpeter oder zur Ernte hin dann auch Kalinitrat zum Einsatz kommen. Den Bedarf ergänzen ggf. 1 bis 2 Gaben Bittersalz. Die Bodenfeuchte (Saugspannung) sollte ab Blüte bis Ende Ernte, bei 180 bis 120 hPa liegen.
Erdbeeren (Freiland)
Zur Unkrautbekämpfung können im Freiland vor der Blüte noch folgende Präparat eingesetzt werden:
- Betasana, Betosip (bis 6 l/ha)
- Bakata, Cadou SC (0,3 l/ha)
- Colzamid, Naprop 450 (2,5 l/ha)
- Flexidor, “zu Vegetationsbeginn“ (bis 0,2 l/ha)
- Focus Ultra (2,5 l/ha)
- Fusilade Max, WZ: 42 Tage (1 l/ha)
- Lontrel 720 SG (0,167 kg/ha), Vivendi 100 (1,2 l/ha)
- Spectrum (bis 1,4 l/ha)
In verfrühten Kulturen sollte der Entwicklungsstand unter den Bedeckungen regelmäßig kontrolliert werden. Zum Schieben der Blütenstände sollte eine erste Behandlung mit z.B. Signum (1,8 kg(ha) oder Score (0,4 l/ha) gegen Gnomonia erfolgen.
Strauchbeeren (Freiland)
Mit steigenden Temperaturen wird auch der Mehltaudruck bei Johannisbeeren und Stachelbeeren zunehmen. Zur Bekämpfung stehen folgende Mittel zur Verfügung:
- Flint (0,2 kg/ha)
- Folicur (0,8 l/ha)
- Kumulus WG (4 kg/ha)
- Kumar (5 kg/ha)
- Nimrod (1 l/ha)
- Signum (1 kg/ha)
- Talius / Talendo (0,375 l/ha)
Zur Unkrautbekämpfung können auf feuchten, möglichst unkrautfreien Boden vor der Blüte folgende Bodenherbizide eingesetzt werden:
- Flexidor (0,5 l/ha)
- Spectrum (bis 1,4 l/ha)
- Stomp Aqua (3 l bzw. 3,5 l/ha)
- Vorox F (0,6 kg/ha); Vorsicht vor Abtrift auf nicht verholzte Pflanzenteile (Spritzschirm verwenden)
Im Nachauflauf können gegen Gräser Fusilade Max/Trivko (1 bis 2 l/ha) oder Select 240 EC (0,75 l/ha) in Mischung mit Actirob B (1 l /ha) zum Einsatz kommen.
Gegen zweikeimblättrige Unkräuter hat Quickdown (0,8 l/ha + 2 l/ha Toil) eine Zulassung in Heidelbeeren und in Himbeeren/Brombeeren/Stachelbeeren/Johannisbeeren eine Zulassung zur Abtötung von Stockaustrieben.
Zulassungen
Isonet Z (Verwirrverfahren) hat eine Notfallzulassung nach Art. 53 in Johannis- und Stachelbeeren gegen Johannisbeerglasflügler erhalten.
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