Obst-Info Franken
Erdbeeren und Beerenobst Nr. 10 vom 21.04.2026
In Wandertunneln beginnt die Ernte. Blühbeginn in unverfrühten Freilandkulturen.
Bei Frühsorten 70 -90 % Fruchtansatz innerhalb einer Traube.
Erste, noch geschlossene Blütenknospen werden sichtbar.
Blühbeginn.
Die Vegetationsentwicklung entspricht etwa der des Vorjahres.
Der heutige Tag verläuft überwiegend bewölkt bei Höchstwerten bis 12 °C. Am Nachmittag kann es zudem auch etwas regnen. Ab Mittwoch bis zum Wochenende ist es dann durchweg sonnig, wobei die Höchsttemperaturen von anfänglich 15 °C am Donnerstag, Freitag und Samstag auf 20 °C steigen. Weitere Niederschläge sind dann bis Anfang der kommenden Woche derzeit nicht in Sicht
Erdbeeren
Im Wandertunnel beginnt die Ernte.
Freilandkulturen mit Vliesen vor Nachtfrösten schützen!
Geplante Stroheinlagen um einige Tage verschieben.
Zum Schieben der Blütenstände sollte eine erste fungizide Maßnahme gegen Gnomonia erfolgen und ab Blühbeginn mit den Maßnahmen gegen Botrytis begonnen werden.
Eine mögliche Fungizid-Strategie könnte wie folgt aussehen:
Score (0,4 l/ha. WZ: F. Max. 1x.) oder Signum* (1,8 kg/ha. WZ: 3 Tage. Max. 1x.)
Switch* (1 kg/ha. WZ: 7 Tage. Max. 2x.) oder Kenja (1,2 l/ha. WZ: 1 Tag. Max. 2x.)
Switch* (1 kg/ha. WZ: 7 Tage. Max. 2x.) oder Kenja (1,2 l/ha. WZ: 1 Tag. Max. 2x.)
Ortiva (1 l/ha. WZ: 3 Tage. Max. 3x.) + Teldor (1,5 kg/ha. WZ: 1 Tag. Max. 4x.) oder Luna Sensation* (0,8 l/ha. WZ: 3 Tage. Max. 2x.)
Hinsichtlich Vorgaben des LEH ist zu beachten, daß die mit * gekennzeichneten Fungizide 2 Wirkstoffe enthalten.
Insbesondere in verfrühten Freilandbeständen Kontrollen auf Blattläuse und Spinnmilben durchführen!
Zur Bekämpfung stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
• Teppeki (0,14 kg/ha. WZ: 3 Tage. Max. 2x. B2)
• Karate Zeon (0,075 l/ha. WZ: 3 Tage. Max. 2x. B4 (in Mischung mit Azolen = B1.)
•Milbeknock (1,25 l/ha. WZ: F. Einsatz nur vor der Blüte! Max. 1x. B1.)
•Movento SC 100 (1l/ha. WZ: F. Einsatz bis 14 Tage vor der Blüte. Max. 1x. B1.)
• Kiron (3 l/ha. WZ: 21 Tage. Max. 1x. B4.)
• Ordoval (0,32 kg/ha. WZ: 3 Tage. Max. 1x. B4.)
Direkt nach dem Pflanzen: Naprop 450 (2 - 2,5 l /ha) + Flexidor (0,2 – 0,3 l/ha)
oder alternativ
Nach dem Anwachsen: Betasana/Betosip (3 - 6 l/ha) + Spectrum (0,7 – 1,4 l/ha)
Für eine gute Wirkung von Bodenherbiziden muss der Boden feucht sein.
Strauchbeeren (Freiland)
Bei anhaltender Trockenheit auf ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung achten!
Kontrollen auf Blattläuse durchführen!
Zur Bekämpfung können folgende Mittel zum Einsatz kommen:
• Teppeki (0,14 kg/ha. WZ: 10 Tage. B2)
• NeemAzal T/S (3 l/ha. WZ: 7 Tage. B4)
Der Einsatz von Mospilan SG in Johannisbeeren ist aufgrund der Absenkung des RHG im vergan-genen Jahr nicht mehr zulässig!
Mehltaubekämpfung an Johannisbeeren und Stachelbeeren, in regelmäßigen Abständen (ca. 8 – 10 Tage) fortführen. Einsetzbare Mittel:
• Folicur / Tebu 25 (0,8 l/ha)
• Kumar / Vitisan (5 kg/ha)
• Nimrod EC (1 l/ha)
• Signum (1 kg/ha)
• Talius / Talendo (0,375 l/ha
Kontrollen auf Spinnmilben durchführen!
Bei Befall kann Kiron (1,5 l. WZ: 21 Tage) eingesetzt werden.
Rutenmanagement s. Obs-Info Nr. 08-26
Während der Blüte, insbesondere vor Niederschlägen, empfehlen wir 1 bis 2 Behandlungen gegen Pilzkran-keiten wie z.B. Colletotrichum oder Botrytis durchzuführen.
Mittel: Switch (1 kg/ha) oder Signum (1 kg/ha).
In Containerkulturen auf ausreichende Nährstoffversorgung achten! Regelmäßig (zumindest wöchentlich) fertigieren! Einsatz von sauer wirkenden NPK-Düngern (Agriplant, Kristallon, …) im Wechsel mit schwefel-saurem Ammoniak. Um Salzschäden zu vermeiden, nicht zu hohe Konzentrationen einspeisen. Beim Ein-satz von Proportionaldosierern (Dosatron, Mixrite) EC-Werte von max. ca. 1,6 -1,8 (incl. EC-Wert des Was-sers) einstellen.
Im Bypass-Verfahren, z.B. mit Düngetank, o.a. Einspeisungstechniken Gebrauchskonzentrationen von etwa 1 g Dünger pro Liter Wasser nicht wesentlich überschreiten.
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