Aktuelle Pflanzenbauhinweise für Unterfranken - Stand: 03.03.2026
Pflanzenbauhinweise für den Regierungsbezirk Unterfranken vom Erzeugerring für landwirtschaftlich pflanzliche Qualitätsprodukte Würzburg e. V. und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen-Würzburg.
Zuflug Rapsschädlinge hat begonnen
Das warme Wochenende hat teilweise hohen Zuflug von Großem Rapsstängelrüssler und Geflecktem Kohltriebrüssler ausgelöst. Teilweise waren auch schon Rapsglanzkäfer zu finden.
In den kühleren nördlichen Gebieten haben die Temperaturen noch nicht ganz ausgereicht.
Die lokale Situation ist unbedingt mit eigenen Gelbschalen zu überprüfen, bevor eine Behandlungsentscheidung getroffen wird. Je nach gefundener Käferart unterscheidet sich auch der Behandlungszeitpunkt.
Empfohlen werden zwei Gelbschalen je Schlag, die ca. 15 - 20 m vom Feldrand entfernt und immer mindestens auf Bestandeshöhe aufgestellt sein sollten. Immer einen Spritzer Spülmittel in das Wasser geben, um die Oberflächenspannung zu unterbrechen. Ein engmaschiges Gitter (max. 8x8 mm) schützt vor dem unbeabsichtigten Hineinfallen von Bienen und Hummeln. Falls möglich, sollte dabei eine Gelbschale in der Nachbarschaft zu einer Rapsfläche des Vorjahres (Zuflug von Großen Rapsstängelrüsslern) und eine zweite in der Nähe von Hecken oder Gehölzstreifen aufgestellt werden, denn hier überwintert der Gefleckte Kohltriebrüssler.
Die Bekämpfungsrichtwerte sind erreicht bei 10 – 15 Rüsselkäfern innerhalb von 3 Tagen (Gelbschalen mit Gitter). Bei Überschreiten der Schadschwelle mit überwiegend Großen Rapsstängelrüsslern ist eine umgehende Behandlung erforderlich. Sind überwiegend Gefleckte Kohltriebrüssler vorhanden, so kann der Reifungsfraß abgewartet werden. Dieser dauert bei Temperaturen < 15 °C 2 – 3 Wochen, bei Temperaturen > 15 °C etwa 1 – 2 Wochen.
Befinden sich zum Behandlungszeitpunkt auch schon viele Rapsglanzkäfer (> 15 Stück) in den Gelbschalen, so wird der Einsatz von Trebon 30 EC empfohlen. Ansonsten reichen Pyrethroiden der Klasse 2 aus.
In den kühleren nördlichen Gebieten haben die Temperaturen noch nicht ganz ausgereicht.
Die lokale Situation ist unbedingt mit eigenen Gelbschalen zu überprüfen, bevor eine Behandlungsentscheidung getroffen wird. Je nach gefundener Käferart unterscheidet sich auch der Behandlungszeitpunkt.
Empfohlen werden zwei Gelbschalen je Schlag, die ca. 15 - 20 m vom Feldrand entfernt und immer mindestens auf Bestandeshöhe aufgestellt sein sollten. Immer einen Spritzer Spülmittel in das Wasser geben, um die Oberflächenspannung zu unterbrechen. Ein engmaschiges Gitter (max. 8x8 mm) schützt vor dem unbeabsichtigten Hineinfallen von Bienen und Hummeln. Falls möglich, sollte dabei eine Gelbschale in der Nachbarschaft zu einer Rapsfläche des Vorjahres (Zuflug von Großen Rapsstängelrüsslern) und eine zweite in der Nähe von Hecken oder Gehölzstreifen aufgestellt werden, denn hier überwintert der Gefleckte Kohltriebrüssler.
Die Bekämpfungsrichtwerte sind erreicht bei 10 – 15 Rüsselkäfern innerhalb von 3 Tagen (Gelbschalen mit Gitter). Bei Überschreiten der Schadschwelle mit überwiegend Großen Rapsstängelrüsslern ist eine umgehende Behandlung erforderlich. Sind überwiegend Gefleckte Kohltriebrüssler vorhanden, so kann der Reifungsfraß abgewartet werden. Dieser dauert bei Temperaturen < 15 °C 2 – 3 Wochen, bei Temperaturen > 15 °C etwa 1 – 2 Wochen.
Befinden sich zum Behandlungszeitpunkt auch schon viele Rapsglanzkäfer (> 15 Stück) in den Gelbschalen, so wird der Einsatz von Trebon 30 EC empfohlen. Ansonsten reichen Pyrethroiden der Klasse 2 aus.
Sachkundeschulungen – Neuer Dreijahreszeitraum für „Altsachkundige“
Für alle („Alt“-) Sachkundigen im Pflanzenschutz mit Fortbildungsbeginn 01.01.2013 (siehe Rückseite ihrer Scheckkarte) gilt aktuell der neue Fortbildungszeitraum 2025-2027. Entscheidend ist nicht der Abstand zur letzten Fortbildung, sondern eine Teilnahme in jedem Dreijahreszeitraum.
Vom Erzeugerring werden Fortbildungsveranstaltungen für den aktuellen Fortbildungszeitraum 2025-2027 angeboten.
Vom Erzeugerring werden Fortbildungsveranstaltungen für den aktuellen Fortbildungszeitraum 2025-2027 angeboten.
Biodiversität im Ackerland - Beispiele zur Unterstützung
Graswege, Feldraine und Wegränder sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Diese Streifen stellen oft die letzten Zufluchtsmöglichkeiten dar und sind möglichst zu schonen.
Verzichten Sie wo möglich auf „sauberes“ Abmähen vor dem Winter. Bearbeiten Sie nicht alle Streifen in einem Zug, sondern abschnittsweise. So wird eine Struktur aufrechterhalten, in die sich die Wildtiere zurückziehen können.
Wildvögel benötigen ganzjährig alte Grashalme. Viele Insekten nutzen Gras- und Krautstrukturen zur Überwinterung.
Verzichten Sie wo möglich auf „sauberes“ Abmähen vor dem Winter. Bearbeiten Sie nicht alle Streifen in einem Zug, sondern abschnittsweise. So wird eine Struktur aufrechterhalten, in die sich die Wildtiere zurückziehen können.
Wildvögel benötigen ganzjährig alte Grashalme. Viele Insekten nutzen Gras- und Krautstrukturen zur Überwinterung.
Zulassungsänderungen von Pflanzenschutzmitteln
Beachten Sie zwingend die jeweiligen Aufbrauchfristen!!
Metribuzinverbot ab 2026
Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Metribuzin (z.B. Arcade, Artist, Mistral, Citation, Sencor liquid, u.a.) dürfen nicht mehr eingesetzt werden! Restmengen sind fachgerecht zu entsorgen.

